Ashtanga Yoga

Ashtanga Yoga ist in der Vollendung eine Form der Meditation in Bewegung. Durch die spezielle Ujjayi-Atmung, die Drishtis-Fokuspunkte und Bandhas-Energieverschlüsse, entsteht eine enorm hohe Konzentration und Körperbeherrschung. Der Körper wird gereinigt, gestärkt und wird resistenter gegen Krankheiten (unter anderem ist es möglich, Haltungsschäden zu beheben). Wo ein gesunder Körper ist, ist auch ein gesunder Geist. Die Intuition wird entfacht, die Sinne geschärft und die Kreativität gefördert. Ruhe kehrt ein. Durch eine beständige Praxis entsteht der Weg zu Selbstverwirklichung.

Drei Ashtangis in stehender Position.

Sri K Pattabhi Jois (1915 - 2009) studierte das Ashtanga Yoga System im indischen Mysore von seinem Guru Sri Tirumalai Krishnamacharya (begegnet sind sie sich im Jahre 1927) für mehr als 25 Jahre. Über Sri K Pattabhi Jois verbreitete es sich über die ganze Welt. Die philosophische Grundlage findet sich in einem Yogi Leitfaden dem "Yoga Sutra". Vermutet wird, dass der Autor Patanjali zwischen 200 vor Christus bis ca 250 nach Christus gelebt hat.

Ashta anga yoga
8 Stufe vereinigung
1 Yamas (Beherrschung)
  Ahimsa Gewaltfreiheit
  Satya Wahrhaftigkeit
  Asteya Nicht stehlen
  Brahmacharya Enthaltsamkeit
  Aparigraha Keine Habsucht
2 Niyamas (Beobachtungen)
  Saucha Reinlichkeit
  Santosha Zufriedenheit
  Tapas Entsagung
  Svadhyaya Studium
  Ishvara Pranidana Gotteshingabe
3 Asanas (Positionen)
4 Pranayama (Atemübung)
5 Pratyahara (Sinnesbeherrschung)
6 Dharana (Konzentration)
7 Dhyana (Meditation)
8 Samadhi (Erleuchtung)

Die Praxis besteht aus einer festgelegten Reihenfolge aufbauender Übungen. Das besondere an diesen Übungen ist der fließend, dynamische Wechsel zwischen den einzelnen Asanas. Jeder Ashtangi übt im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten. Geschehen tut jedoch bei allen das gleiche: Muskeln, Sehnen und Bindegewebe werden gedehnt, Gelenke geöffnet und das Nervensystem gereinigt. Alle Körperteile werden nach und nach aktiviert und in ihrer optimalen Funktion gestärkt. Zufriedenheit stellt sich ein - Körper und Geist gewöhnen sich mehr und mehr daran, in der Gegenwart zu leben.